Darum heißt die EM im Jahr 2021 „Euro 2020“

Diese Meldung vom April 2020 sorgte für Aufsehen: Die UEFA entscheid, dass die Fußball-Europameisterschaft, die nun erst 2021 stattfinden wird, weiterhin UEFA EURO 2020 heißen wird. Dies irritierte den ein oder anderen. Dafür gibt es aber, wie wir gleich zeigen werden, gute Gründe. Jetzt aber erst einmal der Reihe nach.

EURO 2020 bleibt
Die EURO 2020 behält auch 2021 ihren Namen.

 

Verschiebung der EM wegen Corona

Die Corona-Pandemie wirbelt(e) den Alltag von uns allen gehörig durcheinander. Natürlich macht das Virus auch vor dem Fußball und seinen Veranstaltungen nicht Halt. Bereits sehr früh, nämlich am 17. März 2020, entschied die UEFA, die EM auf das Jahr 2021 zu verschieben. Im Jahr 2021 soll sie vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2021 stattfinden. Wir hoffen sehr, dass eine Durchführung der EM möglich sein wird und dass wir unsere Mannschaft dann im DFB-Trikot auflaufen sehen.

Interessant war in diesem Zusammenhang auch, dass die UEFA dann im April verkündete, dass der Name „UEFA EURO 2020“ auch für die EM im Jahr 2021 beibehalten werden sollte. Warum die UEFA dies entschied, erfahrt ihr jetzt.

 

Grund #1: 60 Jahre-Jubiläum der EM

Die EM im Jahr 2020 wäre ein besonderes Jubiläumsturnier gewesen. Denn sie hätte genau 60 Jahre nach dem ersten EM-Turnier bzw. der erste EM-Endrunde stattgefunden. Die erste Europameisterschaft-Endrunde fand im Jahr 1960 in Frankreich statt. Sieger dieses Turniers war die damalige Sowjetunion. Deutschland, England und Italien hatten an der Endrunde und dem vorangegangenen Turnier, das als sog. Europapokal der Nationen von 1958 bis 1960 ausgespielt wurde, gar nicht teilgenommen. Diesem neuen Format wurde damals noch kein großer Stellenwert eingeräumt. Erst nach und nach konnte sich die EM als prestigeträchtiges Turnier durchsetzen. Heute steht die Prestige der Europameisterschaft außer Frage.

Jedenfalls wollte die UEFA das Jubiläum der 60 Jahre (1960 bis 2020) besonders hervorheben und die Ausrichtung der EM als Jubiläumsturnier beibehalten. Auch aus diesem Grund wird das EM-Turnier im nächsten Jahr offiziell (weiterhin) EURO 2020 heißen.

 

Grund #2: Geschlossene Reaktion der Fußball-Familie auf Pandemie

Ein wenig pathetisch mutet das nächste Argument an. Die Verschiebung sei Ausdruck einer „geschlossenen Reaktion der Fußballfamilie auf die außerordentlichen Umstände der COVID-19-Pandemie“. Dies klingt sehr schön. Und das lassen wir jetzt einmal genauso stehen.

 

Grund #3: Abfallvermeidung

Als weiteren Grund für die Beibehaltung des Namens führt die UEFA an, dass sie ihrer Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit gerecht werden möchte. Konkret seien schon massenweise Artikel mit dem Branding „EURO 2020“ produziert worden, weshalb diese bei einer neuen Namensgebung umbenannt bzw. vernichtet werden müssten. Und in der Tat hat der Gedanke, dass auf diese Weise eine Menge Müll verhindert werden würde, einiges für sich.

 

Fazit und Ausblick zur EM 2021 bzw. EURO 2020

Alles in allem kann festgehalten werden, dass die Gründe für eine Beibehaltung des Namens bzw. der Brand „UEFA EURO 2020“ durchaus nachvollziehbar sind. Insbesondere das Argument des Jubiläumsturniers und der Abfallvermeidung überzeugen aus unserer Sicht.

Hervorzuheben und durchaus beeindruckend ist, wie schnell die UEFA auf die Corona-Pandemie reagiert hat. Bereits am 17.März, also wenige Tage nach dem großflächigen Ausbruch in weiten Teilen Europas, wurde die Verschiebung der EM beschlossen. Diese Reaktion war genau richtig, zumal sie dadurch frühzeitig den nationalen Ligen mehr Spielraum in den Planungen für die Saison 2019/2020 ließ. Wir hoffen sehr, dass die EM nun – wie geplant – im Juni 2021 an den Start gehen kann und dass die Rahmenbedingungen dies zulassen. Welchen offiziellen Namen die EM dann trägt, ist für uns Fußballfans dabei eher zweitrangig.

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