Wo werden Trikots von Bayern produziert?

Für immer mehr Fans ist das Trikot ihres Vereins nicht mehr nur ein Symbol von Verbundenheit. Zunehmend gerät auch das Thema der Nachhaltigkeit und des Herstellungsprozesses in den Vordergrund. Damit verbunden ist immer auch die Frage, wo die Trikots eigentlich produziert werden. Daher wollen wir euch hier näherbringen, wo die Bayern-Trikots hergestellt werden – und wie dies früher war.

 

wo werden bayern trikots hergestellt

 

 

Die Herstellung der Bayern-Trikots früher

Adidas war nicht schon immer Hersteller der Bayern-Jerseys. Beim ersten Meistertitel 1969 trugen die Bayern Trikots, die von einem Unternehmer aus der Nähe von Bayreuth hergestellt worden waren: Bruno Palme aus Glashütten. Das Unternehmen firmiert heute übrigens unter „Die Trikotfabrik“ und ist weiterhin Anlaufpunkt für Fans und Liebhaber von Retro-Trikots.

Seit den 1970er Jahren stellt das Unternehmen Adidas die Bayern München-Trikots her. Und diese Partnerschaft hat bis heute Bestand und wird vermutlich – angesichts der Aktienbeteiligung von Adidas an der Bayern München AG – auch weiterhin andauern.

 

Also, wo werden die DFB- und Bayern-Trikots heute hergestellt?

Heute werden die Bayern-Trikots in Fernost produziert. Dies gilt für nahezu alle Trikots, die von Adidas – oder auch anderen Brands wie Nike – stammen. Wo die Produktion genau stattfindet, ließ sich für uns nicht exakt verifizieren. Man kann aber immer wieder lesen, dass Adidas vornehmlich in einer südchinesischen Provinz mit dem Namen Guangdong produzieren lässt. Dabei wird man davon ausgehen können, dass dies auch der Ort ist, wo das Bayern- und DFB-Trikot hergestellt wird.

Nicht aus dem Blick geraten sollte dabei natürlich auch, dass die Arbeitsbedingungen, unter denen die Trikots in Fernost hergestellt werden, nicht mit westlichen Standards vergleichbar sind. In diesem Zusammenhang sind die Löhne, Sicherheit am Arbeitsplatz und viele weitere Produktionsbedingungen für Arbeiter vor Ort immer wieder Gegenstand von kontroversen Diskussionen. Gleichwohl ist im Falle von Guangdong darauf hinzuweisen, dass die Arbeitsstandards durchaus besser erscheinen als etwa in den berüchtigten Textilfabriken in Bangladesch. In diesem lesenswerten Beitrag des Spiegel wird die Thematik anschaulich dargestellt.

Zu begrüßen sind daher auch Initiativen, die zum Ziel haben, für verbesserte Produktionsbedingungen in Fernost zu sorgen oder aber die Herstellung von Trikots wieder vermehrt lokal in Deutschland stattfinden zu lassen. So plante Adidas im Jahr 2015, das DFB-Trikot fortan wieder in Deutschland produzieren zu lassen. Was aus diesen Plänen geworden ist, ist uns nicht bekannt. Wir werden die weitere Entwicklung jedenfalls genau verfolgen.

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