Das ist mit Brille beim Fußball erlaubt ✔

Brillen sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Allein in Deutschland tragen rund 41 Millionen Erwachsene eine Brille, was über 60 % der erwachsenen Menschen entspricht. Kein Wunder also, dass sich viele Fragen, wie es sich eigentlich mit der Brille beim Fußball verhält. Insbesondere im Amateurfußball ist der Umgang mit der Brille oder anderen Sehhilfen ein großes Thema. Wir versuchen in diesem Beitrag, möglichst alle eure Fragen zu beantworten, die sich im Zusammenhang mit Brillen oder Kontaktlinsen beim Fußball stellen.

 

Das ist mit Brille beim Fußball erlaubt

 

Welche Vorschriften gibt es im Fußball zu Brillen?

Spezielle Vorschriften, die sich nur mit dem Tragen von Brillen beim Fußball beschäftigen, gibt es nicht. Brillen zählen allgemein als Ausrüstungsgegenstände, ebenso wie beispielsweise Trikots, Mützen oder Schmuck. Dementsprechend finden sich die – trotz des relevanten Themas eher spärlichen – Vorschriften im Abschnitt zur Ausrüstung der Spieler.

 

Welche Brillen sind beim Fußball erlaubt?

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Der DFB erlaubt für den Profi- und Amateurfußball in Deutschland lediglich sogenannten Sportbrillen. Diese müssen so speziell gefertigt sein, dass sie den Belastungen des Sports in jeder Hinsicht standhalten. Eine solche Brille muss also auch einen festen Schuss aushalten können, ohne zu brechen. Sportbrillen sind grundsätzlich aus Kunststoff hergestellt und schmiegen sich ziemlich elastisch an den Kopf an. Meist werden sie von einem Band um den Hinterkopf fest in Position gehalten.

Entscheidend dafür, ob eine bestimmte Sportbrille beim Fußball erlaubt ist oder nicht, ist die Tatsache, ob von der Brille eine Gefährdung für den Träger selbst oder andere Spieler auf dem Platz ausgeht. Ganz zentral ist dabei, dass das Material so weich ist, dass auch ein anderer Spieler nicht verletzt werden kann, wenn er beispielsweise bei einem Luftduell mit dem Brillenträger zusammenstößt. Genauso wichtig ist es, dass die Brille bzw. die Brillengläser nicht brechen bzw. splittern kann. Die renommierten Hersteller solcher Sportbrillen erfüllen grundsätzlich all diese Voraussetzungen. Das Letztentscheidungsrecht, ob eine Sportbrille den Anforderungen an ein Fußballspiel genügt, obliegt jedoch – wie bei anderen Ausrüstungsgegenständen auch – dem Schiedsrichter der jeweiligen Partie.

 

Sportbrille oder Kontaktlinsen?

Sowohl im Profi- als auch im Amateurfußball sind (Sport-)Brillen auf dem Platz die absolute Ausnahme. Das heißt jedoch bei Weitem nicht, dass die meisten Profi- oder Amateurfußballer heutzutage keine Sehschwäche haben. Im Gegenteil, neben dem Platz sieht man viele Spieler regelmäßig mit Brillen. Dass auf dem Platz so wenige Sportbrillen getragen werden, hat jedoch ein paar gute Gründe.

Allen voran ist auch eine Sportbrille beim Fußball bisweilen unpraktisch. Insbesondere bei Kopfbällen kann es sein, dass sie den Auftreffpunkt des Balles auf dem Kopf behindert. Außerdem ist das Sichtfeld durch eine Brille eingeschränkter als ohne. Für viele Amateursportler kommt hinzu, dass eine perfekt angepasste Sportbrille eine ziemlich teure Anschaffung darstellt. Weitaus günstiger und praktischer sind daher Kontaktlinsen.

Für alle, die sie tragen können und wollen, sind daher Kontaktlinsen das Mittel der Wahl. Auch sie müssen den speziellen Anforderungen des Sports genügen. Insgesamt sind sie jedoch im Verhältnis zu Sportbrillen deutlich preiswerter und die modernen Ausführungen bringen auch kaum Nachteile mit sich. Kein Wunder also, dass auch fast alle Profifußballer auf Kontaktlinsen zurückgreifen.

 

Exkurs: Diese Profi-Fußballer haben eine Sehschwäche bzw. tragen eine Brille

Der bekannteste Profifußballer mit Sportbrille auf dem Platz war Edgar Davids. Allerdings trug er die Brille nicht aufgrund einer Sehschwäche, sondern als Schutz nach einer Glaukom-Operation. Sie wurde zu seinem Markenzeichen. Viele andere bekannte Fußballer wie Jerome Boateng, Mats Hummels, David de Gea oder Andrés Iniesta haben dagegen eine Sehschwäche. Jerome Boateng hat sogar seine eigene Brillenkollektion. Brillen tragen er und Mats Hummels aber nur neben dem Platz. Auf dem Platz nutzen beide Kontaktlinsen. David de Gea und Andrés Iniesta haben sich dagegen für eine operative Augenlaser-Korrektur entschieden.

 

Fazit zur Brille beim Fußball

Fußballspieler mit Sehschwäche gibt es im Profi- und Amateurbereich viele, eine Brille trägt auf dem Platz dagegen so gut wie niemand. Das hat gute Gründe, auch wenn eine Sportbrille auch beim Fußball grundsätzlich erlaubt ist. Die Brille beim Fußball wird auch in Zukunft Seltenheitswert haben und lediglich für Personen relevant sein, die aus bestimmten Gründen keine Kontaktlinsen tragen können oder wollen. Wir empfehlen euch aufgrund der zahlreichen Vorteile ebenfalls, beim Fußball auf Kontaktlinsen zurückzugreifen und wünschen euch immer einen guten Durchblick.

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